Rektoratsreden

Seit 1810 sind geschätzt > 3.000 deutschsprachige Rektoratsreden gehalten worden. Die durchschnittlich zwanzigseitigen Texte ergeben ein Totalbild vom Wissen und vom Wissenschaftsbetrieb, gleichsam  – denken wir an das 19. Jahrhundert –  die Kartographie eines versunkenen Bildungsatlantis.

Es ist kaum systematisch erkundet worden. Vielleicht, weil die bibliographische Angabe einer Rektoratsrede oft den Inhalt verschweigt:

– Rectoratsrede zur Feier des Jahrestages Seiner Majestät des hochseligen Königs Friedrich Wilhelm III. gehalten auf der Universität zu Berlin am 3. August 1860

– Rede beim Antritt des Prorektorats der königlich bayerischen Friedrich-Alexanders-Universität Erlangen am 3. November 1866 gehalten, Erlangen 1866

‚Was wird da schon drinstehen … außerdem hat Fritz Ringer vor über vierzig Jahren eh‘ schon alles gesagt‘, mag mancher Historiker denken, um sich dann anderen Dingen zuzuwenden.

Es handelt sich um die am meisten unterschätzte Quellengruppe zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.

Was es mit diesen Rektoratsreden näher auf sich hat und welches Spektrum darin erfasst wird, kann einem vom Verf. formulierten DFG-Antrag entnommen werden: Deutschsprachige Rektoratsreden – DFG-Projektantrag

Eine Charakterisierung ist ebenfalls in einem FAZ-Artikel enthalten, der hier in Langfassung zu lesen ist: Rektoratsreden FAZ – Langfassung mit Quellenangaben

Doch „zu den Müttern“ (Faust). Hier eine Liste von 530 Rektoratsreden: 530 Rektoratsreden